the call - Neuanfang 2019

 

Noch gibt es ja keine gescheiten aktuellen Musikaufnahmen von unseren Songs und Chansons. Meine Stimme hatte 2018 nach einem Stimmbruch „Wackelkontakt“. Bei Aufnahmen und Auftritten trat dies besonders arg zu Tage. Was nicht lustig war. Doch das soll sich nun ja ändern. Ich und meine kapriziöse Diva (Stimme) sind nach einem Stimmtraining Schritte weiter. Und gestern Abend hat mich die Musik-Jam mit meinem Lieblingsgitarristen Matthias Rist (der, welch schöner Zufall, auch noch mein Mann ist) und meinem Lieblingspianisten Andrew Weber sehr sehr berührt. Singen ist „heilig“, ist mindblowing, Seelennahrung, so schön wie Sex, wenn alles stimmt. Wenn Raum, Commitment, dasselbe Level von Können und Hingabe an den Moment stimmen, kann es passieren, dass aus vier Akkorden, Zuhören und sich Eingeben in drei Stunden ein fixfertiger Song zur Welt kommt.

 

„The Call“ ist gestern geboren. Die Worte sind mir tagsüber zugeflogen und haben mich so arg bedrängt, ihnen Priorität einzuräumen und sie festzuhalten, dass ich ein Traktandum habe auf heute verschieben müssen. Die Sätze haben sich abends auf die Akkorde gelegt. Wie massgeschneidert. Dem Song die Struktur zu geben, ist dann in dieser Dreierkonstellation ein Klacks gewesen. Wenn der eine Teenager oben dazu seine Moves macht, zwei andere Teenager an der Tür lauschen und applaudieren, bekommt ein Lied das Prädikat „besonders“. 

 

Jetzt geht es um die Routine, den Textcheck (von eine* native speaker absegnen lassen) und eine gescheite Aufnahme. Das sollte jetzt, wo mein Liebster nicht mehr vom Wirtschafts-Business verschluckt ist und meine Stimme nicht mehr zickt und Pianoman eh souverän den Boden hält, machbar sein. 

 

The call - ich folge Dir.

 

1. April 2019 

 

The Call:

© Chords: Andrew Weber / Matthias Rist

© Songline und Text: Rose Marie Gasser Rist